Liebe Freundinnen und Freunde der Erlöserkonzerte,
an dieser Stelle informieren wir Sie stets aktuell über das Konzertprogramm der Evangelischen Erlöserkirche in Münster, das seit 1997 von der Kirchengemeinde und dem Förderkreis ermöglicht wird. 
Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 

Ihre Erlöserkonzerte 

5. Juli, 18 Uhr

12. Juli, 18 Uhr

Im August und September findet zum 3. Mal unsere Orgelreihe „Königliche Nachbarn laden ein“ statt. Diesmal unter dem Motto „Auf nach Holland und Flandern!”
Jeweils donnerstags ab 19 Uhr erklingen abwechselnd die Orgeln der Apostel- und der Erlöserkirche mit Schwerpunkt auf Musik und Organisten der Niederlande und Flandern. Der Eintritt zu allen Konzerten beträgt 10 €.

KÖNIGLICHE NACHBARN LADEN EIN

Konrad Paul

Auf nach Holland und Flandern!

Do., 27. August, 19 Uhr 
Ort: Apostelkirche


Konrad Paul,  geboren 1979 in Wernigerode, erhielt seine musikalische Ausbildung an St. Sylvestri und am Landesgymnasium für Musik. 1997 wurde er Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ im Fach Orgel und konzertierte bereits früh an historischen Harz-Orgeln.

Er studierte Kirchenmusik und Musikerziehung in Lübeck sowie anschließend Kirchenmusik und Kapellmeister in Leipzig. Meisterkurse bei bedeutenden Organisten wie Marie-Claire Alain, Thierry Escaich und Olivier Latry sowie Studien zur historischen Aufführungspraxis ergänzten seine Ausbildung.

Von 2005 bis 2019 war Paul Kantor und Organist an der Christuskirche Oberhausen sowie Leiter der Evangelischen Singgemeinde Oberhausen. Seit 2019 ist er Kantor an der Apostelkirche Münster und Kreiskantor im Evangelischen Kirchenkreis Münster. Dort leitet er mehrere Chöre und Ensembles.

Als Chorleiter und Organist konzertiert Konrad Paul im In- und Ausland. Sein Repertoire umfasst große Oratorien ebenso wie Werke des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, etwa von Dvořák, Reger, Mahler und Vaughan Williams. Zudem leitete er Uraufführungen, veröffentlichte kirchenmusikalische Beiträge und engagiert sich in kulturhistorischen Projekten, die Musik, Geschichte und Politik verbinden.
Foto: privat

KÖNIGLICHE NACHBARN LADEN EIN


Laurens de Man

Spanien vs. Niederlande: 1568-1648

Do., 3. September, 19 Uhr 
Ort: Erlöserkirche


Das Konzert thematisiert den 80-jährigen Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden im 17. Jahrhundert. Es erklingen Werke spanischer, portugiesischer und niederländischer Komponisten. Das Konzert endet mit der Orgelversion des „Dona nobis pacem” aus Bachs h-moll Messe – auch heute wieder hoch aktuell!

Spanien

António Correa Braga (Portugal, 17. Jh.)
Batalha de 6º Tom

Pablo Bruna (1611-1679)
Tiento sobre la letanía de la Virgen

Niederlande

Emanuel Adriaenssen (ca.1540-1604)
Aus: Pratum musicum longe amoenissimum
- Almande Prince (Wilhelmus)

Anonym
(Niederlande, 17. Jh.)
Brabantse Dragonders Mars
Des boosdoeners Wille weer quaat… den 36 sallem

Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621)


Piet Kee (1900-2000)
Aus: Ode aan Valerius: Merck toch hoe sterck

Ad Wammes (*1953)
Miroir

Johann Sebastian Bach (1685-1750

Praeludium & Fuga a-Moll, BWV 543

Aus: Hohe Messe, BWV 232
- Agnus Dei
- Dona nobis Pacem


Laurens de Man, geboren 1993 in ’s-Hertogenbosch (Niederlande), ist ein niederländischer Tastenmusiker. 2024 erhielt er als erster Organist die Nederlandse Muziekprijs, die höchste Auszeichnung für klassische Musiker in den Niederlanden.
Er studierte Klavier, Orgel und Cembalo am Conservatorium van Amsterdam sowie Orgel an der Universität der Künste Berlin (Konzertexamen). Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter in Freiberg und Groningen, und wurde u. a. mit dem Sweelinck-Muller-Preis (2018) sowie als ECHO „Young Organist of the Year“ (2020) ausgezeichnet.
Seit 2012 ist er Hauptorganist der Janskerk in Utrecht, 2022/23 war er „Organist in Residence“ an der Contius-Orgel in Leuven. Als u. a. Gründungspianist und Arrangeur des Chimaera Trios ist er auch kammermusikalisch tätig. 2024 erschien sein Doppel-CD-Debüt bei Globe Records.
Neben seiner Konzerttätigkeit unterrichtet er Hauptfach Orgel am Conservatorium van Amsterdam. 
Foto: Urban Ruths

KÖNIGLICHE NACHBARN LADEN EIN

Peter van de Velde

Bach, Flandern und Frankreich

Do., 10. September, 19 Uhr 
Ort: Apostelkirche


Peter van de Velde stammt aus Doel in Ostflandern (Belgien). Dort begann er im Alter von neun Jahren autodidaktisch Orgel zu spielen und war bereits mit zwölf Jahren Organist an der örtlichen Kirche. Mit sechzehn erhielt er Unterricht am College of Arts, wo er nach drei Jahren einen ersten Preis in Musiktheorie gewann. Anschließend setzte er seine Studien am Koninklijk Vlaams Muziekconservatorium fort.

Er erhielt mehrere erste Preise und schloss 1996 als letzter Schüler von Stanislas Deriemaeker sein Studium ab. Ergänzend besuchte er zahlreiche Meisterkurse für Orgel, Aufführungspraxis und Improvisation.

Seit Anfang 2002 ist Peter van de Velde Titularorganist der Kathedrale von Antwerpen. Zudem wirkt er an der St.-Michaelskirche Antwerpen, wo er regelmäßig den Orgeldienst versieht. Er ist ein geschätzter Begleiter und Repetitor für Chöre und Solisten. Mit der Geigerin Nadja Nevolovitsch bildet er ein Duo; außerdem arbeitete er mit Orchestern und Dirigenten wie Edo de Waart, Philippe Herreweghe und Ivo Venkov zusammen. Daraus entstanden zahlreiche CD-, Radio- und Fernsehaufnahmen.

Als Konzertorganist gastiert er regelmäßig bei renommierten Festivals im In- und Ausland. Seine Konzertreisen führten ihn in nahezu alle europäischen Länder sowie nach Russland, Japan, Ägypten, Kanada und auf die Philippinen. Als künstlerischer Berater betreut er verschiedene Orgelreihen in Antwerpen und Umgebung.

Sein Repertoire umfasst die gesamte Orgelliteratur, mit besonderem Schwerpunkt auf französischer und belgischer Musik des 19. und 20. Jahrhunderts. Er gilt als Experte für belgische Orgelmusik. Mehrere Einspielungen für das Label „Aeolus“ wurden von der internationalen Fachpresse gelobt.
Foto: privat

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Daniel Beilschmidt

Von Norddeutschland nach Frankreich

Do., 17. September, 19 Uhr 
Ort: Apostelkirche


Daniel Beilschmidt, geboren 1978, studierte Orgel mit Konzertexamen in Leipzig, Kopenhagen und Weimar bei renommierten Lehrern wie Arvid Gast, Ullrich Böhme und Hans Fagius. 2002 gewann er ein Stipendium der Hans-und-Eugenia-Jütting-Stiftung, 2008 den Ritter-Preis in Magdeburg sowie einen vorderen Platz beim Internationalen Bachwettbewerb Leipzig.

2009 wurde er Leipziger Universitätsorganist und war bis 2015 Assistenzorganist an der Thomaskirche. Seit dem Wintersemester 2015/16 ist er Künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Konzertreisen führten ihn durch Europa sowie nach Argentinien, Mexiko und in die USA. Er arbeitete unter anderem mit dem Gewandhausorchester, dem Thomanerchor, dem MDR-Rundfunkchor und dem Jerusalem Symphony Orchestra zusammen.

Sein Repertoire reicht von früher Orgelmusik bis zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Schwerpunkte bilden Renaissancemusik, Johann Sebastian Bach, Olivier Messiaen und Improvisation. 2018 führte er die zwölf großen Orgelwerke César Francks auf. Zudem sucht er regelmäßig genreübergreifende Projekte mit Percussion, Tanz, Elektronik und Schauspiel.

Auch als Komponist ist Beilschmidt tätig. Seit 2012 entstanden mehrere uraufgeführte Werke, darunter „Verwandlung“, „Visionen“ sowie die Passion „Deine Nacht“.

2013 erschien seine Debüt-CD mit Messiaens „Méditations sur le Mystère de la Sainte Trinité“, aufgenommen in Paris. 2017 wurde die CD „Fortuna desperata“ mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Seit der Eröffnung des Paulinums 2017 verantwortet Daniel Beilschmidt die musikalisch-liturgische Gestaltung von Gottesdiensten, Universitätsvespern und Konzerten an den neuen Orgeln der Universitätskirche St. Pauli in Leipzig.
Foto: Thomas Puschmann

KÖNIGLICHE NACHBARN LADEN EIN

Sietze de Vries

Improvisationen im 
 flämisch/niederländischen Barock-Stil

Do., 24. September, 19 Uhr 
Ort: Erlöserkirche


Sietze de Vries ist international als Konzertorganist und Kirchenmusiker tätig. Seine Ausbildung erhielt er unter anderem bei Wim van Beek und Jos van der Kooy; Improvisation studierte er zudem bei Jan Jongepier. Neben Bachelor- und Masterabschlüssen besitzt er die Befähigungs-bescheinigung I für Kirchenmusik sowie eine Auszeichnung in Improvisation.

Während und nach seinem Studium an den Konservatorien von Groningen und Den Haag gewann er insgesamt 15 Preise bei Orgelwettbewerben. Den Höhepunkt bildete 2002 der Sieg beim Internationalen Improvisationswettbewerb in Haarlem.

Im neuen Jahrtausend nahm seine internationale Karriere großen Aufschwung. Er konzertiert in vielen europäischen Ländern sowie in den USA, Kanada, Russland und Australien. Als Dozent für Orgel und Improvisation ist er weltweit gefragt und zudem mit dem Prins Claus Conservatorium Groningen verbunden. Als Organist wirkt er an der Martinikerk Groningen.

Als künstlerischer Leiter des Orgel Educatie Centrum Groningen setzt er sich für den historischen Orgelbestand der Provinz ein, mit der Petruskerk in Leens als Ausgangspunkt. Darüber hinaus ist er als Exkursionsleiter, Vortragender und Kursdozent tätig und gestaltet spezielle Kinderprogramme rund um die Orgel.

Sein Engagement für den Nachwuchs zeigt sich auch in seiner Tätigkeit als fester Begleiter der Roden Girl Choristers. Außerdem veröffentlicht er regelmäßig Beiträge zu Kirchenmusik, Orgelbau und Improvisation in internationalen Fachzeitschriften.

Foto: Sven Andersson


KÖNIGLICHE NACHBARN LADEN EIN
Do., 24. September, 15 Uhr 
Ort: Erlöserkirche


Zusätzlich zu dem Konzert mit Sietze de Vries findet vor Ort ein Improvisationskurs statt.
15:00 – 18:00 Uhr: Improvisationskurs mit dem Konzertorganisten
14:15 Uhr: Stehcafé zum Kennenlernen und Austausch
Kosten: Aktive Teilnahme 35€, passive Teilnahme 15€
Anmeldung bei Marco Schomacher: [email protected]
Tel.:  0157- 73 84 76 41